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"Effiziente und stadtverträgliche Lkw-Navigation"

Deutschland ist Europas Transitland Nr. 1 für Waren und Güter, gleichzeitig zählt das Rheinland zu den wichtigsten und größten Logistikstandorten Europas. In NRW arbeiten rd. 600.000 Beschäftigte in rd. 21.600 Unternehmen in der Logistikbranche. 1/3 der 100 umsatzstärksten Firmen Deutschlands haben ihren Sitz in dieser Region.

Diese wirtschaftspolitisch gewollte Entwicklung bedeutet gleichzeitig höchste Ansprüche an bauliche Infrastruktur und Verkehrsmanagement. Der Lkw-Verkehr ist maßgebliche Bemessungsgröße für Dimensionierung und Lebensdauer von Verkehrswegen einschließlich seiner Ingenieurbauwerke. Die negativen Auswirkungen der Entwicklung im Lkw-Verkehr für das Anlagevermögen der Straßenbaulastträger werden exemplarisch deutlich durch den enormen Erhaltungs- und Erneuerungsaufwand der Rheinbrücken in den kommenden Jahren.

Aus verkehrs-, wirtschafts- und umweltpolitischer Sicht ist es dringend geboten, zeitnah steuernd in die Routenführung der Logistikverkehre einzugreifen bzw. diese zu unterstützen. Im Rahmen der inter- und multimodalen Ausrichtung von VRS / mobil-im-rheinland wird das Projekt „Effiziente und stadtverträgliche Lkw-Navigation Region Rheinland“ hierzu einen entscheidenden Beitrag leisten. Mit Unterstützung des Ministeriums für Bauen, Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW wird das Projekt in der Metropolregion Rheinland umgesetzt. Die erfassten Informationen werden den Navigationskartenherstellern unmittelbar zur Verfügung gestellt.

Ziel ist die Festlegung abgestimmter Lkw-Routen sowie der Erfassung wichtiger Beschränkungen (Restriktionen) für den Schwerlastverkehr. Die vier wichtigsten Attribute bei der Erfassung der Restriktionen sind: Höhen-, Gewichts-, und Breitenbegrenzungen sowie Lkw-Durchfahrtsverbote. Weitere Restriktionen können durch die kommunalen Partner erfasst werden.

Am 25.03.2015 fand hierzu eine Auftaktveranstaltung in Düsseldorf statt. Geladen waren alle Kommunen aus den IHK-Bezirken Aachen, Bonn, Düsseldorf, Köln, Mittlerer Niederrhein, Niederrhein und Wuppertal. Neben der Vorstellung der Projektinhalte ist das vorrangige Ziel die Mitarbeit in einer Kooperationsvereinbarung zu verankern.

Im Hintergrund laufen bereits die Vorbereitungen zur Erstellung der Datenbank und des Erfassungstools, damit Restriktionen und Vorrangrouten der einzelnen Kommunen optimal dargestellt und aufeinander abgestimmt werden können. Für die interne Abstimmung werden Arbeitskreise sowie ein Lenkungskreis eingerichtet. Parallel werden zurzeit die Standards der Kartengrundlagen ausgearbeitet.  

Weitere Informationsveranstaltungen für die unterschiedlichen Entscheidungs- und Arbeitsebenen bei einzelnen Kreisen bzw. Kommunen sind angelaufen

Über das Fortschreiten des Projektes wird an dieser Stelle weiter berichtet.