Ausblick
Die prognostizierten Szenarien der zukünftigen Verkehrsentwicklung in Deutschland und weltweit sind eindeutig. Die Straßeninfrastruktur in den Ballungsräumen ist bereits heute regelmäßig überlastet. Baustellen und Unfälle, das Wachstum, insbesondere des Güterverkehrs sowie der demografische Wandel, der fahrzeuggebundene Mobilität bis ins hohe Alter voraussagt, verschärfen diese Situation weiter.
In Deutschland verbringt ein Autofahrer derzeit pro Jahr ca. 58 Stunden im zähfließenden und stehenden Verkehr, mit erheblichen negativen Auswirkungen auf unsere Volkswirtschaft.
Wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Motor in der Region sind effiziente und funktionierende Verkehrssysteme.
mobil-im-rheinland führt die vorhandenen singulären Informationsquellen zusammen, ergänzt sie durch zusätzliche Investitionen in Infrastrukturen und generiert so intelligente Mobilitätsinformationen durch das Zusammenspiel aller beteiligten Partner einer Region.
Aktuelle umweltpolitische Diskussionen und konkrete Vorgaben oder auch die Forderung der EU, im Rahmen des e-Safety Programms die Zahl der Verkehrstoten in Europa von 2003 bis 2010 zu halbieren, zeigen, dass der Druck und die Notwendigkeit zur konsequenten Umsetzung eines Mobilitätsmangements zunimmt. Ein regionales, Grenzen überschreitendes Mobilitätsmangement ist die einzig denkbare Lösung, um auch in Zukunft die vor genannten negativen Auswirkungen zu minimieren. Dies wird zukünftig durch eine fest installierte Betreiberstruktur in öffentlicher Hand sichergestellt.
Ein ganz wesentlicher Baustein zukunftsnaher Mobilität wird die intermodale Sichtweise sein. mobil-im-rheinland wird zukünftig konsequent die sinnvolle Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsarten des Individualverkehrs und des Öffentlichen Personennahverkehrs vorantreiben. Fahrrad- und Fußgängerrouting sind teilweise bereits integriert oder werden zu einem späteren Zeitpunkt entwickelt.
Technologisch sind die Möglichkeiten der Verkehrs- bzw. Mobilitätsdatenerfassung und ihrer Verbreitung noch lange nicht ausgeschöpft. Floating Car Data – FCD, Floating Car Observer – FCO oder Car to Car Communication sollen hier nur als Schlagworte dienen. Die auf TPEG-Technologie basierende Datenbank von mobil-im-rheinland stellt u.a. sicher, dass zukünftig umfangreichere Verkehrsinformationen als bisher über die Rundfunkanstalten auf mobile Endgeräte sowie den digitalen Rundfunk verbreitet werden können.
Ein Baulastträger übergreifendes Strategiemanagement oder die Initiative “Metadatenplattform Verkehrsinformation“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bieten überregionale Anknüpfungspunkte. mobil-im-rheinland wird durch seine flexible Struktur und Dank innovativer Projektpartner einen Beitrag zur Lösung dieser Fragen liefern.

