Logistic-Services
Das neue Modul für Last- und Busverkehr
Anforderungen an Mobilitätsinformationen und Navigationsanweisungen für den Güterverkehr weisen Besonderheiten auf, die je nach Zielgruppe sehr unterschiedliche Ausprägungen haben können:
- Bürger sind an einer möglichst geringen Einschränkung durch diese Verkehre in Bezug auf Sicherheit und Mobilität interessiert,
- die Logistikbranche ist aus wirtschaftlicher Sicht, Imagegründen und der individuellen Sicherheit der Fahrer zwingend auf zuverlässige Informationen angewiesen, die größtenteils ausschließlich seitens der Kommunen bzw. der öffentlichen Hand bereitgestellt werden können.
- Verwaltungen schließlich haben hohe Anforderungen an die wirtschaftliche und regionale Entwicklung eines Standortes einerseits und Reduzierung der Verkehrsbelastung für Bürger und Städte andererseits.
Aktuell ist weder die erforderliche Daten- und Informationslage noch die notwendige Technologie für Erfassung, Verarbeitung und Bereitstellung in einem verwertbaren Format verfügbar. Zwar werden bestehende Navigationslösungen oftmals als LKW-tauglich angeboten, sind jedoch nach Nutzer- und Expertenmeinung oftmals unzureichend, was vor allem im innerstädtischen Bereich festgestellt werden kann. Den Informationen fehlen wichtige aktuelle Daten, die durch die Kommunen beizusteuern oder separat zu erfassen sind, um ein verlässliches Praxisinstrument zur Planung und Navigation für den Güterverkehr bereitstellen zu können.
Zielsetzung und Inhalte des Moduls Logistic-Services
Zentrales Ziel ist die Bereitstellung einer Anwendung, die entsprechend den technischen, fachlichen und organisatorischen Praxisanforderungen innerhalb von mobil-im-rheinland und unter Berücksichtigung spezifischer Lösungen für die unterschiedlichen Nutzergruppen gestaltet wird.
Entsprechend werden Angaben wie z.B.
· Durchfahrtshöhen und Brückenklassen an Ingenieurbauwerken
· Straßenbreiten, Wendekreise, Umweltzonen, eingeschränkte Befahrbarkeit und Lieferzeiten
· Tagesaktuelle Meldungen zu Baustellen und weiteren Störungen.
· Temporäre oder dauerhafte Einschränkungen durch straßenverkehrsbehördliche Anordnungen
· Strecken für Gefahrengut- und genehmigungspflichtigen Schwerlastverkehr
beim Routing in dem geplanten praxistauglichen Modul von mobil-im-rheinland berücksichtigt werden.
Bei der Entwicklung sind vor allem Flexibilität, Interoperabilität, Übertragbarkeit und die Nutzung in den bestehenden Prozessen und Systemen der Partner die führenden Parameter. Konkrete Aufgabenpakete sind daher:
· Organisatorische und technische Konzeption einer Anwendung Routing von Güterverkehr und Bussen als Pilotanwendung in dem bestehenden Portal mobil-im-rheinland
· Abgleich mit Vertretern der Zielgruppen Kommunen, Logistikbranche und Land NRW
· Umsetzung und beispielhafte Implementierung in mobil-im-rheinland
· Kontinuierliche Begleitung der Entwicklung durch Vertreter der Zielgruppen
· Evaluierungsphase, Anpassung für den flächendeckenden operativen Betrieb
· Transfer der Lösung und Erfahrungen auf weitere Regionen
Mehrwerte:
· Verwaltungen können neben der Erfassung von Widerständen, z.B. Baustellen, Nutzungsrestriktionen (Höhe, Länge, Gewicht der Lastzüge) konkrete Routenanweisung für den Güterverkehr konzipieren und bereitstellen, die von der "gewöhnlichen" Navigation für den Individualverkehr abweichen. Der Güterverkehr in Innenstädten kann so auf das notwendige Mindestmaß beschränkt, Straßenschäden und Mobilitätsengpässe wie z.B. festgefahrene LKWs vermieden werden. Die positiven Entwicklungen kommen damit unmittelbar auch dem Bürger zugute.
· Logistikunternehmen und Fahrer erhalten aktuelle, bedarfsorientierte und individuelle Informationen, die Größe und Gewicht der Lastzüge, Uhrzeit und Nutzungsrestriktionen z.B. Umweltzonen berücksichtigen und auf LKW-tauglichen Routen die Ziele ansteuern; idealerweise können lokalen Besonderheiten durch ein intermodales Routing noch zusätzlich berücksichtigt werden.

